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Cyphomandra betacea


Cyphomandra betacea, die Baumtomate ist ein naher Verwandter der Datura und gehört wie diese zu den Nachtschattengewächsen. Mein Spezl Klaus Häringer hat mir im Herbst 2003 eine Frucht dieser Pflanze mitgebracht, die Samen habe ich angepflanzt. Das Ergebnis ist im folgenden Bild zu sehen.

Cyphomandra betacea
Cyphomandra betacea

Die Baumtomate wächst sehr schnell, das gezeigte Exemplar ist gerade mal zwei Jahre alt. Ich muss allerdings zugeben, dass nicht alle Baumtomaten so schnell wachsen, ich habe mehrere Exemplare über das Keimlingsstadium hinausgebracht und nur eine ist so groß geworden. Natürlich war da auch ordentlich Blaukorn im Spiel, ohne eine ordentliche Dosis Dünger (etwa eine flache Handvoll alle zwei Wochen) wird man so ein Wachstum nicht hinbekommen. Beim Düngen muss man aufpassen, dass man rechtzeitig aufhört (spätestens Mitte Oktober), ansonsten sprießen die Pflanzen zu sehr und haben zuviel weiches Material (statt verholzter Äste), wenn es auf den Winter zugeht. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie im Winterquartier anfaulen.

Die Frucht selbst ist übrigens ziemlich lecker, ich hoffe, dass mein Exemplar bald fruchtet und ich mir ein paar Baumtomaten gönnen kann. Sie haben trotz des Namens nicht viel mit der Tomate (Lycopersicon esculentum) gemein, sie sind keine Gemüse, sondern eine ziemlich aromatisches Obst. Man isst sie roh (was man mit der Tomate natürlich auch tun kann und was auch durchaus lecker sein kann, wenn es sich nicht um eines dieser geschmacksfreien Wassermonster handelt, die man oft angeboten bekommt. Kennen Sie eigentlich den folgenden Witz? Da steht auf einer Arzneimittelpackung: Dreimal täglich eine Tablette mit einem Glas Wasser einnehmen. Für Holland: Statt des Wassers nehmen Sie bitte zwei Tomaten.), verarbeitet sie aber im Gegensatz zu ihrer Verwandten nicht zu Soße, Püree, Mark, Ketchup oder ähnlichem.

Wenn man die Blätter der Baumtomate reibt, bleibt ein Geruch an den Fingern, den ich am ehesten als „Mohnsemmeln“ charakterisieren würde. Eigenartige Gerüche der Blätter, die besonders dann freiwerden, wenn man mit den Fingern an ihnen reibt, sind bei den Nachtschattengewächsen häfig und die Baumtomate macht da keine Ausnahme.

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